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Gedanken und Ideen

Barrierefreie Optimierung im Design

6. Dezember 2017

Eigentlich habe ich in die Headline meiner Seite etwas von Gedanken und Ideen geschrieben. Bisher sind es dann doch immer eher Tipps geworden. Deshalb ist jetzt mal mein Thema Barrierefreiheit im Design.

Neulich habe ich mich mit meinem 72-jährigen Nachbarn darüber unterhalten, wie schwer es ihm mittlerweile fällt, z. B. in Hotels bei den kleinen Bade-Produkten zu erkennen, wofür diese eigentlich geeignet sind. Ein Generationenproblem, das es sich aus meiner Sicht lohnt näher zu betrachten.

Wir wissen, dass z. B. in Deutschland die Bevölkerung immer älter wird und wir wissen, dass wir alle möglichst alt werden wollen. Jedoch sind die Designer jünger und wollen stylische und coole Designs machen. Dabei wird oft vergessen, dass ganze Generationen gewisse Dinge einfach anders wahrnehmen. Wir sprechen dabei oft von Barrierefreiheit und von z. B. altersgerechten Wohnungen und Häusern. Dabei vergessen wir aber die einfachen Dinge, wie Shampoo oder Waschgel. Und als Designer wollen wir alles schön klein machen. Viel Weißraum.

Wen betrifft es eigentlich?

Dabei ist die Lesbarkeit der Flaschen gar nicht ein Problem, dass nur die schlechter werdende Kurzsichtigkeit im Alter betrifft. Was ist mit Fremdsprachlern oder einfach Menschen, die in der Dusche weder Kontaktlinsen noch Brille tragen? Nachdem ich mich auf das Thema etwas eingelassen hatte, kam mir ein naheliegender und auch simpler Gedanke.

Die Lösung

Warum führt man nicht eine internationale Farbcodierung ein? In manchen Ländern gibt es die Ernährungsampel auf Produkten (die halte ich für extrem sinnvoll). Shampoo könnte z. B. immer grün sein und Duschgel immer blau. Dabei rede ich nicht von der gesamten Flasche oder dem gesamten Etikett (ich als Designer und würde diese Einschränkungen hassen) – es reicht ein eingefärbter Ring.

Welche Farben psychologisch und international mehr Sinn ergeben, müsste man ausloten. Aber wenn man dann mal in China im Bad steht und sich nicht sicher ist, welche Seifenpampe auf den Kopf kommt, dann würde eine dezente Farbcodierung sicher Abhilfe schaffen.

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