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Designtipps, Umgang mit Kunden, Web

Wie man an ein Vektor-Logo kommt

21. August 2017

Was du machen kannst, wenn man dir kein Vektor-Logo zur Verfügung stellt.

Wenn bei der Logo-Entwicklung alles richtig gemacht wurde, existiert das Logo als Vektor-Logo. Punkt.

Wenn man aber als Designer an solches kommen soll, so ist das manchmal schwieriger als gedacht. Leider hat der Normalsterbliche keine Ahnung, was ein Vektor-Logo ist. Deshalb ist es auch oft schwierig – auch bei großen Unternehmen – an solche zu kommen. Klar, ich spreche nicht davon, wenn man konkret mit dem Unternehmen zusammenarbeitet, eine CI übernimmt und mit dem Marketing-Team arbeitet. Es wäre traurig, wenn es dann kein Vektor-Logo gäbe. Notwendig wird es, wenn Partner-Logos auf eine Webseite sollen oder auf einen Flyer oder für irgendwas anderes. Oft ist dann nur eine JPG aufzutreiben. Anbei findest du ein paar Ansätze, wie man sich behelfen kann.

Ich setze natürlich voraus, dass du das Logo auch benutzen darfst und alles rechtliche geklärt ist. Dein Problem ist nur, mit dem was du versorgt wirst, kann man einfach nicht arbeiten.

Google ist dein Freund

Oft ist der einfachste Weg einfach mal nach dem Vektor-Logo via Google zu suchen. Klar sollte die erste Anlaufstelle immer die Webseite des Logo-Inhabers sein. Im Idealfall gibt es einen Downloadbereich, der dir schon die Arbeit abnimmt und das Logo einfach als z. B. EPS zum Download anbietet. Da es aber oft nicht so einfach ist, wäre mein nächster Schritt mal zu sehen, ob das eingebettete Logo in der Seite zufällig eine SVG ist. Dazu einfach im Browser auf das Logo einen Rechtsklick machen und – je nach Browser – auf „untersuchen“ oder „Element untersuchen“ gehen und das Beste hoffen. Da sollte dann schon an der Endung ersichtlich sein, ob es eine SVG ist.

Plan B ist es eine PDF zu suchen, die in Illustrator zu öffnen und zu hoffen, dass das Logo als Vektor-Datei drin ist. Das ist der Weg der mich in den meisten Fällen zum Ziel bringt. Ein schneller Weg eine Webseite nach PDFs zu durchsuchen ist via Google. Einfach folgendes suchen site:example.com pdf wobei natürlich die URL gegen die URL der zu durchsuchenden Seite getauscht werden sollte.

Vektorlogo

Wenn die Marke bekannt genug ist, gibt es die Chance, dass das Logo in einer Datenbank zu finden ist. Ich Liste hier mal auf, wo man gute Chancen hat:

  1. seeklogo.com
  2. brandsoftheworld.com
  3. worldvectorlogo.com

Alternativ kann man natürlich auch an dieser Stelle auch einfach googeln

Google: Markenname Logo

Multiplizieren

Oft geht es ja eigentlich nur darum das Logo auf einer leicht anderen Hintergrundfarbe als weiß unterzubringen. Hat man ein Logo auf weißem Hintergrund als JPG erhalten, so kann man mit dem Blendmodus Multiplizieren schon weit kommen. So wird bei der JPG alles was weiß ist zu 100 % durchsichtig. Ob das wie gewünscht funktioniert ohne die Farben zu verfälschen, hängt von den Farben des Logos ab. Schwarz bleibt zu 100 % sichtbar und alles dazwischen berechnet sich je nach Hintergrundfarbe.

Nachbauen oder Vektorisieren

Die letzte Mögliche Option ist dann eigentlich nur noch Nachbauen. Natürlich gibt es auch mal Logos, die so alt sind, dass es keine Vektor-Version gibt oder die einfach schlecht designt wurden. Ich denke, wer die Skills hat ein Logo nachzubauen, braucht jetzt nicht mehr weiterlesen. Da kann ich hier keine Anleitung an dieser Stelle zur Verfügung stellen. Das ist zu speziell und auch immer wieder unterschiedlich. Allerdings lohnt es sich bei geradlinigen und flächigen Logos den „Bildnachzeichner” zu bemühen. In vielen Fällen erhält man hier schon ein recht zufriedenstellendes Ergebnis. Hier gibt es ein ganz nettes Video-Tutorial.

Nochmal Fragen

Am Ende muss man immer abwägen, welcher der schnellste Weg ist, der zum Ziel führt. Oft habe ich nach 5 Minuten ein Vektor-Logo, was mir und meinem Ansprechpartner Zeit und damit Geld spart. Ich suche auch erst, wenn ich eine schlechte JPG bekommen habe und die Chancen schlecht stehen, etwas besseres zu bekommen. Ein Logo baue ich aber erst nach, wenn alle Optionen erschöpft sind. Dann ist das kurze Telefonat oder eine kurze E-Mail evtl. doch der kürzeste Weg. Als Designer muss man natürlich auch immer im Namen der Marke handeln, deren Logo man einsetzt. CI, Weißraum und co sind natürlich stets zu beachten.

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